Sessel „Stringa“ von Gae Aulenti
 

3.11.2026Sessel „Stringa“ von Gae Aulenti

Ob sich Gae Aulenti über den vor nicht allzu langer Zeit nach ihr benannten Platz in Mailand gefreut hätte, bleibt dahingestellt. Mit ihren wegweisenden Museums(um)bauten wie dem Musée d’Orsay in Paris oder dem Palazzo Grassi in Venedig bewies sie jedenfalls mehr Feingefühl als die Planer des riesigen Shoppingdistrikts bei der Porta Garibaldi.
Wie bei so vielen Vertreter:innen des Bel Designs startete auch Aulentis Karriere mit einem Architekturstudium am Politecnico di Milano. In den 1960er Jahren sorgte sie mit ihren unkonventionellen Entwürfen für Aufsehen. Darunter etwa die Pipistrello-Tischleuchte, bei der Naturform und Technik eine ungewöhnliche Verbindung eingingen, oder den Locus Solus Sitzmöbeln, mit denen sie Pop und Surrealismus verschmolz. In ihrer eigenen Wohnung benutzte sie einen kurz vorher entstandenen Entwurf, der von Poltronova in Florenz hergestellt wurde: Nämlich die Sitzmöbel der „Stringa“-Serie, mit denen sie 1962 die gängigen Vorstellung des modernen Möbeldesigns torpedierte. Ineinander verschränkte Stahlrohre umklammern die Sitz- und Rückenpolster, die unkonventionellerweise in Leder und Textil ausgeführt wurden. Für zusätzlichen Sitzkomfort sorgen weiche Rückenkissen, die am Stahlrohrrahmen aufgehängt wurden. Die hier angebotenen Sessel sind Teil einer grösseren Sitzgruppe bestehend aus einem 3er und einem 2er Sofa (auf Anfrage auch erhältlich). Breite 72cm, Tiefe 95cm. VERKAUFT