5.03.2026Einpunktstühle von Hans Bellmann
Mit dem Einpunktstuhl gelingt dem am Bauhaus ausgebildeten Hans Bellmann eine Ikone des Schweizer Nachkriegdesigns und einer der innovativsten Stühle seiner Zeit. Die als freie Form ausgesägte Öffnung im Übergang von Rücken- und Sitzfläche dient einerseits als Griffloch und führt andererseits zu einer leicht elastischen Rückenlehne. Neben diesem einfachen aber wirkungsvollen Eingriff besteht die eigentliche Leistung Bellmanns in der Verbindung der Holzschale mit dem Metalluntergestell: Die Schale liegt auf vier Metallhöckern, gegen die sie mit Hilfe einer einzigen Schraube in der Sitzmitte gedrückt wird. Hergestellt wurde der 1951/52 entworfene Stuhl von Horgen-Glarus. Die hier angebotenen Stühle in schwarz lackierter Eiche wurden in den 1950er Jahren bei Wohnbedarf Basel gekauft. Siebzig Jahre des Gebrauchs sind nicht spurlos an den Stühlen vorbeigegangen, so dass der Lack an manchen Stellen licht geworden und der eine oder andere Kratzer geblieben ist. Schön gealtert sind sie allemal. CHF 1200.–/Set

