Frühe Vase von Horst Kerstan
 

22.06.2026Frühe Vase von Horst Kerstan

In eine kunstsinnige Familie geboren und mit einem Vater, der von Berufswegen mit keramischer Farbgebung zu tun hatte, kam Kerstan schon als Kind mit dem Werkstoff Keramik und seinen Gestaltungsmöglichkeiten in Kontakt. Seine Ausbildung zum Porzellanmaler brach er zugunsten einer breiteren und künstlerischen Keramiker-Ausbildung ab. Es folgten Lehrjahre in Kandern bei Richard Bampi, dessen Werkstatt er Mitte der 1960er Jahre übernehmen konnte. Dank seiner quasi vererbten Vorkenntnisse war Kerstan schon früh in der Lage Kristallglasuren herzustellen. Die spezifische Formgebung seiner Vasen begünstige den erwünschten Effekt dieser nur schwer kontrollierbaren Oberflächen. Nachdem asiatische Keramik in europäischen Museen grossen Eindruck auf Kerstan hinterlassen hatte, reiste er 1970 zu Studienzwecken erstmals nach Japan. Die hier angebotene Vase stammt aus dieser für Kerstan prägenden Zeit, die massgeblich zu seinen späteren internationalen Erfolg beitrug. Mit ihrer Kalebassenform ist sie ein frühes Beispiel für seine nun zusehends asiatisch inspirierten Gefässtypen. Auf dem fast schwarzen Untergrund kommt die an eine Kürbisschale erinnernde gelblich-grüne Laufglasur besonders gut zur Geltung. Höhe knapp 27cm. CHF 200.–